Russisch Teil 2
In Deutschland weit verbreitet
Russisch ist mit rund drei Millionen Sprechern nach Deutsch die am häufigsten gesprochene Sprache in Deutschland. Türkisch steht nach Deutsch und Russisch erst an dritter Stelle. In Israel bilden die etwa eine Million russischsprachigen Einwanderer ein Sechstel der Bevölkerung und damit die drittgrößte Sprechergruppe nach denen des Hebräischen und Arabischen. In den USA leben über 700.000 russische Muttersprachler, wobei die meisten in New York und Kanada wohnen. Die russische Sprache ist ebenso eine verbreitete Sprache für Wissenschaft, Kunst und Technik. Zählt man die Zweitsprachler hinzu, kommt man auf etwa 240 Millionen Russischsprecher.
Geschichte
Der politische und technische Erfolg der Sowjetunion hat der russischen Sprache mehr Prestige gegeben. Mit dem Ende der UdSSR im Jahr 1991, war Russland somit die größte und wichtigste der 14 sowjetischen Republiken. Die russische Macht spiegelte sich auch in der Sprache wieder, denn Russisch wurde nun zur Amtssprache aller Republiken ernannt.
Die Geschichte der russischen Sprache geht auf das sechste Jahrhundert nach Christus zurück, als Sklaven in Richtung Balkan wanderten. Dieses Ereignis führte zu drei verschiedene Sprachgruppen, die gemeinsame Eigenschaften hatten und eine allgemeine Schriftsprache verwendeten. Diese Sprache wurde Altkirchenslawisch genannt. Die Modernisierung dieser Sprache schritt langsam voran, denn erst im 20. Jahrhundert wurde eine Rechtschreibreform durchgeführt.
Die russische Sprache ist die slawische Sprache mit den meisten Sprechern und gilt heute als Weltsprache. Sie bildet zusammen mit dem Ukrainischen (früher auch als Kleinrussisch bezeichnet), dem Weißrussischen und dem Russinischen die Gruppe der ostslawischen Sprachen und wird mit dem kyrillischen Alphabet geschrieben. Die russische Standardsprache beruht auf den mittelrussischen Mundarten in der Gegend um Moskau.